FOCUS-ONLINE EINSCHREIBEN

Werte, Partizipation & Demokratie
Geschlechtssensible Jungenarbeit - warum das denn?

Zielgruppe

pädagogisches Fachpersonal

Sprache

Teilnehmer

18

Dauer

14 St.

Beschreibung

Viele Jahre hinweg galten Jungen als das bevorzugte Geschlecht und Mädchen als benachteiligt. In der Schule hat sich dies inzwischen umgedreht. Die Jungen mit ihrem unangepassten Verhalten gelten mehr und mehr als Bildungsverlierer. Für den Erziehungsalltag ist es allerdings hilfreich weniger die Benachteiligungen in den Blick zu nehmen als Jungen und Mädchen in ihrem jeweiligen geschlechtsspezifischen Anders-Sein zu akzeptieren und zu fördern.

In der Erziehung bedeutet das genauer hinzuschauen, wo die Potentiale von Jungen aufgrund einer eher weiblich geprägten Umwelt nicht oder weniger gefördert werden. Das kann bedeuten die Einrichtung, die Angebote, den „Rhythmus" der Tagesstätte sozusagen mit den Augen von Jungen zu prüfen.

Durch das Fehlen von männlichen Fachkräften stehen Erzieher oft vor einer doppelten Herausforderung: Sie müssen die anstrengende Erziehungsarbeit für alle Kinder übernehmen, dabei die oft unterschiedlichen Interessen der beiden Geschlechter im Blick haben und sie müssen den Mangel an lebendigen männlichen Vorbildern und Identifikationsfiguren irgendwie ausgleichen. Wenn Männer vor allem als Hausmeister, fußballspielende Praktikanten oder beim Umbau des Spielplatzes auftreten, haben sie wenig mit der alltäglichen Erziehungsarbeit zu tun und genießen Exotenstatus.


Ziele und zu erwerbende Kompetenzen

Wir wollen bei dieser Fortbildung die Jungen mit ihren unterschiedlichen Facetten in den Blick nehmen und Möglichkeiten einer geschlechtssensiblen Erziehung diskutieren. Und uns auch damit beschäftigen, was es für die Jungen bedeuten kann, wenn Vaterfiguren im Alltag weitgehend fehlen. Wie bewältigen sie die verzwickte Aufgabe, ihre Geschlechtsidentität nicht nur über Abgrenzung von „Weiblichkeit" zu entwickeln und dann als sogenannter „schwieriger Junge" durch die Maison Relais toben.


Methoden

Die Teilnehmende erhalten umfangreiche Informationen durch Vorträge, Tipps für Literatur und Filme und können ihre Fragen in Gruppendiskussionen einbringen.


Formation validée pour 14 heures par la commission formation continue (loi modifiée sur la jeunesse).


Referent

SEMPER Renate
Diplompsychologin, Systemische Familientherapeutin

WANIELIK Reiner
Diplomsozialpädagoge, Gruppendynamiker

Verfügbare Daten

Terminblock 1 (Referenz 2322)*
Soeurs Franciscaines
50, avenue Gaston Diederich
L-1420 LUXEMBOURG

  • Am 18/10/2018 von 09:00 bis 12:00
  • Am 18/10/2018 von 13:00 bis 17:00
  • Am 19/10/2018 von 09:00 bis 12:00
  • Am 19/10/2018 von 13:00 bis 17:00

verfügbare Plätze 17

* Das Mittagessen ist inbegriffen

Tarif

Tageseltern : 87,00€
Pflegeeltern : 24,00€
pädagogisches Fachpersonal : 280,00€

Einschreibung
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